Nach unserer ersten Zusammenfassung zur angekündigten Integration von Shaper in Festool kam von Armin eine wichtige Frage in den Kommentaren:
„Hallo Mike, Danke für die Zusammenfassung und die übersichtliche Auflistung der Aktionen. Habt ihr auch Infos bekommen wie es mit Shaper-Hub und Shaper-Studio weitergeht?
Lg Armin“
Ja – mittlerweile gibt es dazu recht konkrete Informationen von Shaper. Und gerade für alle, die bereits mit Origin arbeiten, eigene Projekte in ShaperHub gespeichert haben oder Shaper Studio nutzen, sind diese fast wichtiger als die Frage, was künftig auf der Maschine steht.
Die gute Nachricht vorweg: ShaperHub, Shaper Studio, eure Projekte und bestehenden Lizenzen verschwinden nicht. Allerdings wird im Hintergrund einiges auf Festool umgestellt.
Hier findest du das aktuelle FAQ von Shaper zu dem Thema: https://www.shapertools.com/de-at/next-chapter-faqs#generalfaqs
Aus dem Shaper-Konto wird ein MyFestool-Konto
Der wichtigste Termin ist der 15. Dezember 2026.
An diesem Tag sollen bestehende Shaper-Konten automatisch auf MyFestool-Konten umgestellt werden. Laut Shaper erhalten Nutzer dazu eine E-Mail und müssen im Zuge der Umstellung lediglich ein neues Passwort festlegen.
Danach soll die Anmeldung bei Origin, ShaperHub und Trace grundsätzlich wieder wie bisher funktionieren.
Besonders wichtig: Mit dem Shaper-Konto verknüpfte Dateien und Lizenzen bleiben erhalten.
Cool ist auch: Ist deine E-Mail-Adresse bei Festool mit Shaper gleich, wird alles automatisch erledigt und du hast keine zwei Konten!
Was passiert mit meinen Projekten in ShaperHub?
Auch dazu gibt Shaper eine erfreulich klare Antwort: Nichts.
Die eigenen Konstruktionsdateien und Projekte sollen dort bleiben, wo sie jetzt sind. Nach der Kontoumstellung und dem Festlegen des neuen Passworts soll wieder auf dieselben Inhalte zugegriffen werden können.
Laut Shaper ist deshalb auch keine vorherige Datensicherung notwendig.
Trotzdem wird es für alle, die ihre Daten lieber zusätzlich selbst sichern möchten, vor der Umstellung eine Möglichkeit zum Massen-Download der eigenen Dateien und Projekte geben. Weitere Informationen dazu sollen folgen, wenn der Termin näher rückt.
Gerade wer über die Jahre viele eigene Projekte aufgebaut hat, kann diese Möglichkeit natürlich trotzdem nutzen. Eine zusätzliche Sicherung der eigenen Arbeit schadet schließlich nie.
Ich habe bereits ein MyFestool-Konto – was passiert dann?
Hier gibt es einen Punkt, den bestehende Kunden unbedingt kontrollieren sollten.
Verwendest du für dein Shaper-Konto und dein MyFestool-Konto dieselbe E-Mail-Adresse, werden die beiden Konten bei der Umstellung am 15. Dezember automatisch zusammengeführt.
Verwendest du unterschiedliche E-Mail-Adressen, solltest du vor dem 15. Dezember aktiv werden.
Wenn beide Konten zusammengeführt werden sollen, empfiehlt Shaper, die E-Mail-Adresse des Shaper-Kontos vorher so anzupassen, dass sie mit der Adresse des bestehenden MyFestool-Kontos übereinstimmt.
Unser Tipp daher: Wer bereits Shaper und Festool nutzt, sollte einfach einmal kontrollieren, welche E-Mail-Adresse bei beiden Konten hinterlegt ist.
Und wie geht es mit Shaper Studio weiter?
Auch hier gibt es Entwarnung.
Shaper Studio wird weitergeführt und künftig unter Festool betreut.
Wer eine unbefristete Studio-Lizenz besitzt, behält diese auch nach der Integration. Die Lizenz bleibt aktiv und gültig.
Lediglich im Zuge der Kontoumstellung am 15. Dezember muss auch hier das Passwort aktualisiert werden.
Bei Jahreslizenzen gibt es für die Übergangsphase sogar eine Sonderregelung: Liegt das Verlängerungsdatum zwischen dem 1. November und 31. Dezember 2026, wird der Studio-Zugang während der Systemumstellung kostenlos verlängert. Über das neue Verlängerungsdatum werden die betroffenen Nutzer informiert.
Wer bislang noch keine Studio-Lizenz besitzt, soll zwischen 1. November und Jahresende außerdem Zugang über eine verlängerte kostenlose Testphase erhalten.
Was passiert mit Trace?
Auch Shaper Trace bleibt bestehen.
An der eigentlichen Nutzung soll sich nichts ändern. Lediglich das damit verbundene Shaper-Konto wird am 15. Dezember ebenfalls auf MyFestool umgestellt und benötigt anschließend das neue Passwort.
Muss ich jetzt irgendetwas machen?
Aktuell eigentlich nicht viel.
Wer Shaper nutzt, sollte sich aber den 15. Dezember 2026 merken und darauf achten, welche E-Mail-Adresse beim Shaper-Konto hinterlegt ist.
Besonders wenn bereits ein MyFestool-Konto vorhanden ist, würden wir jetzt schon kurz überprüfen, ob beide Konten dieselbe E-Mail-Adresse verwenden. Dann sollte die spätere Zusammenführung automatisch erfolgen.
Und wer seine ShaperHub-Projekte unabhängig davon gerne selbst archivieren möchte, kann auf die angekündigte Möglichkeit zum Massen-Download warten.
Unterm Strich: Die wichtigen Dinge bleiben
Für uns ist das eine der wichtigsten Informationen aus dem umfangreichen FAQ zur Umstellung.
Es geht eben nicht nur um die Origin selbst. Viele Anwender haben über Jahre Projekte erstellt, Dateien gesammelt und ShaperHub und Studio fest in ihren Arbeitsablauf integriert.
Nach aktuellem Stand soll genau dieses Ökosystem erhalten bleiben:
ShaperHub und die gespeicherten Projekte bleiben. Shaper Studio bleibt. Trace bleibt. Bestehende Lizenzen bleiben.
Was sich vor allem ändert, ist das System dahinter: Aus dem Shaper-Konto wird ein MyFestool-Konto und Festool übernimmt künftig die Betreuung des Systems.
Das ist natürlich eine große Umstellung. Für bestehende Anwender ist aber vor allem entscheidend, dass die eigene Arbeit und die bereits gekauften Lizenzen dabei nicht verloren gehen sollen.
Danke an Armin für die Frage – sie war definitiv einen eigenen Beitrag wert.
Alle Details und laufend aktualisierten Informationen findet ihr direkt im offiziellen FAQ von Shaper.









